Die Mundartmesse in Oberkirch auf den Heimattagen 2026
Die DIALECTA_26 feiert die Vielfalt, Tradition und Zukunftsfähigkeit der Dialekte. Sie lädt Besucherinnen und Besucher ein, Mundarten neu zu entdecken, ihren gesellschaftlichen Wert zu diskutieren und lebendig mitzuerleben. Vereine und Institutionen aus Baden-Württemberg und dem Elsass präsentieren gemeinsam mit dem Dachverband der Dialekte ein vielfältiges Programm aus Musik, Lesungen, Workshops und wissenschaftlichen Beiträgen – für den Erhalt und die Wertschätzung regionaler Sprache und Kultur. Das Programmheft gibt’s hier.
26.-28. Juni 2026
Veranstalter: DDDBW und Stadt Oberkirch
Ort: 77704 Oberkirch, Forum am HFG
2026 finden die Heimattage Baden-Württemberg unter dem Motto Heimat ist da, wo Gutes entsteht in der Stadt Oberkirch im Ortenaukreis statt. Die Heimattage Baden-Württemberg möchten dazu motivieren, sich intensiv mit der eigenen Heimat auseinanderzusetzen. Sie sind eine Bühne für das moderne Baden-Württemberg, auf der Unternehmen, Dienstleister, Tourismusverbände und Vereine ihre Inhalte vorstellen können.
Mit der Messe DIALECTA_26 wird eine Bühne für den modernen Dialekt geschaffen, die zeigt: Mundart ist nicht nur Vergangenheit – sie hat auch Zukunft.
Die DIALECTA_26 findet statt in Partnerschaft mit der Stadt Oberkirch, dem Historischen Verein für Mittelbaden und dem Office public de la langue régionale d’Alsace (OPLA), einer Organisation der Collectivité européenne d’Alsace (CeA).
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DIALECTA_26 – Mundart verbindet
Wir freuen uns, dass wir die Möglichkeit haben, unsere Dialekt- und Kulturarbeit auf der kommenden grenzüberschreitenden Messe DIALECTA_26 – Mundart verbindet in Oberkirch zu präsentieren. Vereine und Institutionen, die sich mit Mundart und Dialekt auseinandersetzen, aber auch Künstlerinnen und Künstler, die sich mit mundartlichen Beiträgen vorstellen wollen, sind dazu eingeladen, am Programm der Messe teilzunehmen.
Thema der Messe ist die Bedeutung, Bewahrung und Vielfalt der Dialekte, ihre Tradition und Zukunftsfähigkeit. Die DIALECTA_26 lädt Besucherinnen und Besucher ein, Verschiedenheit und gesellschaftliche Bedeutung von Mundart neu zu entdecken und aktiv mitzuerleben. Die landesweite und grenzüberschreitende Mundartmesse mit Schwerpunkt Mundart der Region versammelt Vereine und Institutionen aus Baden-Württemberg und dem Elsass, um gemeinsam mit dem Dachverband der Dialekte Baden-Württemberg und der Stadt Oberkirch für den Erhalt und die Förderung der Dialekte als lebendigem Teil der Kultur zu werben.
Die Heimattage Baden-Württemberg finden 2026 an einem besonderen Ort statt. Unter dem Motto Wo Gutes entsteht plant die Stadt Oberkirch Großveranstaltungen und kleinere Events zu den Themenbereichen Geschichte, Literatur und Genuss. An diesen Leitbildern orientiert sich auch die DIALECTA_26.
Im Fokus der Messe stehen dabei
- die Bewahrung eines einzigartigen Kulturguts – Dialekte spiegeln die Geschichte, Traditionen und den Charakter einer Region wider. Die Beeindruckende und teils unbekannte Vielfalt der Dialekte Baden-Württembergs verdient die Förderung der Weitergabe an die jüngere Generation.
- die Bildungsarbeit mit Angeboten für Schulen und Familien, um Dialekte wiederzuentdecken. Eine Sensibilisierung für Sprachverlust kann helfen, den Dialekt in der Schule und in der Familie wertzuschätzen.
- die Motivation für Eltern und Großeltern und die Ermutigung, ihren Dialekt an ihre Kinder und Enkel weiterzugeben. Dialekt soll als lebendige Sprache erhalten bleiben und kann Brücken bauen zwischen Generationen.
- Mundart und Dialekt mit den eigenen Sinnen zu erleben.
Wir starten den Dialog, diskutieren die Relevanz der Dialekte in der heutigen Gesellschaft und machen die Vereinigungen, die sich mit unseren Dialekten auseinandersetzen, sichtbar. Die interkulturelle und interregionale Zusammenarbeit beim Thema „Dialekt“ soll dabei gestärkt und Wertschätzung für andere Mundarten gezeigt werden.
Die DIALECTA_26 gibt den ausstellenden Institutionen Gelegenheit, im Rahmen eines Programms mit Musik, Lesungen, Workshops und wissenschaftlichen Beiträgen, ihre eigenen Inhalte zu präsentieren.
Anreise nach Oberkirch
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Mit dem Auto
„Forum“ am Hans-Furler-Gymnasium
Butschbacher Straße 48b
77704 OberkirchParkplätze gibt es vor Ort
Anfahrt mit Google-Maps -
Mit den Öffentlichen
Mit dem Fernverkehr bis Offenburg, von dort stündliche Verbindung mit RS2 in Richtung Bad Griesbach (Schwarzwald) oder Bus 7137 bis Oberkirch.
Vom Bahnhof ca. 850 Meter Fußweg bis
Butschbacher Straße 48b
77704 Oberkirch
Das Programm
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Freitag, 26. Juni
18:15 Uhr · Edwàr
Mundart Pop Strasbourg
www.edwar-musik.com/19:00 Uhr · Christoph Merkel
„Draim“ – Lieder in badischer Mundart
www.merkelmusik.de19:45 Uhr · Café Achteck
Mundart Rock aus Bruchsal
www.cafe-achteck.jimdosite.com -
Samstag, 27. Juni
10 Uhr · Eröffnung
Messebetrieb mit Ständen, Kinderprogramm und Bewirtung. Rahmenprogramm: Bühnenkunst, Liveacts, Lesungen, WorkshopsMundart-Bühn
10:30 Bernd Siemers (Lesung, Karlsruher Brigandedeutsch)
10:45 Reinhold Frank (Lesung, schwäbische Mundarttexte)
11:00 Michael Köhler (Lesung, südfränkische Mundarttexte)12:00 Thomas Liebscher (Lesung, südfränkische Mundarttexte)
12:15 Wendelinus Wurth (Lesung, alemannische Haibuns)13:00 Berthold Kracke/Buddy Hills (nordbadische Rock- und Bluesmusik)
13:15 Friedel Kehrer (schwäbisches Solo-Kabarett)
13:30 Theodor Leonhard (Lesung, Mundarttexte aus dem Enzkreis)14:15 Wolfgang Rogge und die Stifte Band (Schwarzwälder Liedermacherfolkrock)
14:30 Angela Weber (Lustige Märchen aus der Heimat)16:00 Elena Seeger (Rendezvous mit dr Nachtkrapp)
16:15 Stefan Unser (Poetry Slam Kabarett uff badisch)Wörkshop-Stub (Märchen-Eck)
11:00 Theodor Leonhard (Workshop: Mit em Herrgott schwätze, wie mit eme Freind)
12:15 Veronica Kerber (Erzähltheater: D´goldini Käfer vum Sendelbach)
14:00 Heidi Zölllner (Märchen auf Alemannisch)Mundart-Stub
10:30 Asche&Kohle – Bernard Freudenreich und Martine Beyer: Singen auf elsassisch
11:45 Walter Spira – VORSICHT! ICH SINGE AUF ALLES, WAS SICH BEWEGT! – musikalisches Kabarett „enn schwäbisch ond deitsch“
13:00 Muul uf – alemannische Lieder mit Uli Führe
13:45 Charly Weibel – Kurpfälzer Lieder
14:15 Ulrike & Heinz Siebold – DIALEKTischMUND-ART. Alemannisch vo do un dert
15:00 Anita Wiegele und die Nordracher Stubenmusik – Gedichte von August Ganther mit musikalischer Begleitung18 Uhr · Podiumsdiskussion
- Bénédicte Keck (Schauspielerin, Kulturschaffende, Elsaß)
- Prof. Dr. Alfred Lameli (Forschungszentrum Deutscher Sprachatlas, Uni Marburg)
- Cossu (Schauspieler, Comedian, Content-Creator)
- Markus Manfred Jung (Autor)
- Stefanie Schneider (Landessenderdirektorin, SWR)
- Dr. Tobias Streck (Leiter Badisches Wörterbuch, Uni Freiburg)
- Moderation: Sandhya Hasswani (Autorin)
20 Uhr · Babüsk
Elsass Pop Folk
www.babusk.fr -
Sonntag, 28. Juni
10 Uhr · Eröffnung
Messebetrieb mit Ständen, Kinderprogramm und Bewirtung. Rahmenprogramm: Bühnenkunst, Liveacts, Lesungen, WorkshopsMundart-Bühn
11:00 Roman Mangold (eigene schwäbische Lieder)
11:15 Anita Wiegele (eigene Texte)
11:30 AutorenNetzwerk Ortenau-Elsass (Omarettchen – Autorenlesung mit Musik)13:00 Roland Scherer (Selbergmochdes vonn dehoom)
13:15 Catharina Müller (Wo ane? Texte in alemannischer Mundart am Puls der Zeit)
13:30 Dr. Rudolf Bühler (Alles außer Hochdeutsch? Geschichte und Geschichten zum Dialekt am Oberrhein)14:15 Renchtäler Trachtentanzgruppe Oppenau e. V.
15:30 Großgosch (Live)
15:45 Bernhard Lorenz (Lieder aus der Kurpfalz)
16:00 Serge Rieger (Elsässischi Liedle)16:30 Uhr · Isabelle Grussenmeyer – Mìr gehn ùf Bremen
www.isabellegrussenmeyer.comWörkshop Stub (Märcheneck)
10:15 Veronica Kerber (Workshop: Erstes Schreiben in Mundart)
11:00 Wendelinus Wurth (Workshop: Farwigi Schätte – Haikus schreiben)
12:45 Heidi Zöllner (Märchen auf Alemannisch)
13:15 Michaela Rauch (Geschichten und Märchen auf Schwäbisch)
14:15 Heidi Zöllner (Märchen auf Alemannisch)
15:15 Veronica Kerber (Sagen auf Alemannisch)Mundart-Stub
11:30 „Mundarttalk Eurodistrikt“ zur Sprachsituation im Elsass
13:15 Günther Wölfle und Dieter Hildenbrand (Auf schwäbisch gsonga)
14:00 Ursula und Anton Ottmann (Des Joar schenke mer uns nix)
14:45 Sabine Essinger (Schwäbisch-badisches Kabarett)
15:15 Autorennetzwerk Ortenau (Mundartlieder zum Mitsingen und Mundartlieder-Jam) - Programmheft
Messestände vor Ort
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Dialektstrategie für Baden-Württemberg
Mit der neuen Dialektstrategie für Baden-Württemberg will das Land die Mundarten bewahren und stärken. Die Strategie ruht auf vier Säulen mit jeweils zahlreichen Einzelmaßnahmen.
Die Landesregierung hat am 8. April 2025 eine neue Dialektstrategie für Baden-Württemberg vorgestellt. „Dialekte dienen nicht nur der Verständigung, sondern stiften auch Identität und Zusammenhalt. Sie sind zugleich Ausdruck unseres enormen kulturellen Reichtums, den es zu bewahren gilt. Der Dialekt liegt mir deshalb sehr am Herzen. Mit unserer neuen Dialektstrategie wollen wir die lebendige Tradition, wo es sie noch gibt, bewahren, fördern und stärken – für die Menschen von heute und morgen“, sagte Ministerpräsident Winfried Kretschmann im Anschluss an die Sitzung des Ministerrats. Neben dem Schwäbischen gehören zu den historischen Dialekten in Baden-Württemberg das Alemannische und im Norden Formen des Fränkischen. „Früher galten solche Mundarten oft als ‚Sprachbarrieren‘. Heute werden sie als Formen der inneren Mehrsprachigkeit geschätzt, weil sie sogar den Fremdsprachenerwerb erleichtern können. Sie sind also differenzierte Sprachsysteme, kulturelle Schätze und eine kostbare Ressource“, betonte Kretschmann.
Das Staatsministerium stellt gemeinsam mit den zuständigen Ministerien Maßnahmen und Ergebnisse der Dialektstregie vor.
Die Dialektstrategie für Baden-Württemberg auf den Seiten des Staatsministeriums
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OPLA – Office public de la langue régionale d’Alsace
L’Office public a pour mission de développer l’usage positif de la langue régionale et d‘augmenter le nombre de locuteurs actifs, en ciblant particulièrement les jeunes générations et ainsi garantir sa pérennité.
Pour atteindre ses objectifs, l’OPLA décline son activité en 5 axes de travail :
- favoriser la transmission de la langue régionale auprès des enfants et des jeunes
- redonner une visibilité à la langue régionale dans l‘espace sociétal (espace public, sport, culture, éducation, transports, entreprises, etc)
- développer une offre de formation en alsacien
- inscrire le développement de la langue régionale de l’office dans une dimension transfrontalière rhénane (lieu d’immersion naturel et gage d’opportunités professionnelles, culturelles)
- fédérer tous les acteurs du bilinguisme
Pour ce faire, l’Office Public peut s’appuyer sur 2 instances consultatives :
- le conseil consultatif d’animation et d’innovation qui réunit les acteurs du bilinguisme pour porter les besoins du territoire et encourager les démarches novatrices
- le conseil scientifique, composé de chercheurs et d’experts, qui éclaire les travaux de l’Office sur la langue régionale, ses usages et son évolution
Die Aufgabe des elsässischen Amts für Regionalsprache OPLA besteht darin, die positive Verwendung der Regionalsprache zu fördern und die Zahl der aktiven Sprecherinnen und Sprecher zu erhöhen, wobei insbesondere die junge Generation angesprochen wird, um so den Fortbestand der Sprache zu sichern.
Um seine Ziele zu erreichen, gliedert das OPLA seine Tätigkeit in fünf Arbeitsbereiche:
- Förderung der Vermittlung der Regionalsprache an Kinder und Jugendliche
- Wiederherstellung der Sichtbarkeit der Regionalsprache im gesellschaftlichen Raum (öffentlicher Raum, Sport, Kultur, Bildung, Verkehr, Unternehmen usw.)
- Entwicklung eines Bildungsangebots auf Elsässisch
- Einbindung der Entwicklung der Regionalsprache des Amtes in eine grenzüberschreitende Dimension am Oberrhein (natürlicher Ort des Eintauchens in die Sprache und Garant für berufliche und kulturelle Chancen)
- Verbnetzung aller Akteure der Zweisprachigkeit
Zu diesem Zweck kann sich das Amt auf zwei Beratungsgremien stützen:
- den Beirat für Animation und Innovation, der die Akteure der Zweisprachigkeit zusammenbringt, um die Bedürfnisse der Region zu vertreten und innovative Ansätze zu fördern.
- den wissenschaftlichen Beirat, der sich aus Forschern und Experten zusammensetzt und die Arbeit des Amtes zur Regionalsprache, ihren Verwendungsweisen und ihrer Entwicklung beleuchtet.
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Landesausschuss für Heimatpflege Baden-Württemberg
Landesausschuss Heimatpflege Baden-Württemberg
Der Landesausschuss hat u.a. die Aufgabe, die austragenden Gemeinden bei der Planung der Heimattage zu beraten und zu unterstützen.
Er besteht aus je einer Vertreterin/einem Vertreter- der vier regionalen Arbeitskreise für Heimatpflege in den vier Regierungsbezirken,
- je einer Vertreterin/einem Vertreter der vier Regierungspräsidien,
- einer Vertreterin/einem Vertreter des Wissenschaftsministeriums und
- einer Vertreterin/einem Vertreter des Innenministeriums.
www.breitenkultur-bw.de/heimatpflege-auf-landesebene/
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Unsere Sprachheimat
Ein Verein für die Mundart im Norden Baden-Württembergs
- Unsere Sprachheimat widmet sich der Pflege und Förderung der regionalen Mundarten im Norden Baden-Württembergs
- Der Verein organisiert u.a. Mundartveranstaltungen, Workshops und Treffen
- Er unterstützt Mundartschaffende bei ihren Projekten und fördert die Verbreitung der Mundart in den modernen Medien.
- Er macht sich stark für die Wertschätzung und Anerkennung der Dialekte als bedeutendes Kulturgut
- Darüber hinaus kooperiert er insbesondere mit den Mundartvereinen der angrenzenden Mundartregionen.
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Babbelbobbel
Wisst ihr, wie sich Kurpfälzisch anhört?
Oder Südfränkisch?
Oder das Alemannische im mittleren Schwarzwald?Taucht ein in die bunte Welt der baden-württembergischen Dialekte!
Entdeckt gemeinsam mit Babbel und Bobbel interaktive Spiele, Lieder, Geschichten, lustige Videos und vieles mehr ..
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Muettersproch-Gsellschaft für d alemannisch Sproch e.V.
Uns Muetterspröchler liegt unsri schön alemannisch Sproch am Herze. Mir wän, dass sie erhalte blibt. Dodefür schaffe mr.
Un jede ka selber ebbis defür tue: eifach schwätze, wie de Schnabel gwachse isch.
Uns isch jede un jedi willkumme, wo sich wie mir wünscht, dass unsri Sproch erhalte blibt – egal vo wellere Religion, Huttfarb oder Gschlecht. Un ob desjenig Alemannisch ka oder nit, spielt au kei Roll.
Wegedem isch un blibt d Muettersproch-Gsellschaft au politisch neutral, wie sie s scho immer gsi isch.Alemannisch un au alli andri Dialekt kumme usem Herze. Mr ka alles demit sage – au des, wo mr als emol meint, s müesst unbedingt Hochdütsch si.
Also: Traue Euch un schwätze Alemannisch!
Deno könne mr au in 50 Johr noch sage: Alemannisch läbt!
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Universität Freiburg – Badisches Wörterbuch
Das Badische Wörterbuch ist ein wissenschaftliches Großraumdialektwörterbuch, dessen Arbeitsgebiet das ehemalige Großherzogtum Baden umfasst. In südlicher Richtung verläuft die Grenze entlang des Rheinknies bei Basel, in nördlicher am Main bei Wertheim. Somit schließt das Badische Wörterbuch sowohl alemannische als auch fränkische Dialekte ein.
Seit Beginn der Erhebungen im Jahr 1893 sind vier Bände veröffentlicht worden. Seit 2009 laufen die Arbeiten am fünften und voraussichtlich letzten Band des Wörterbuchs. In regelmäßigen Abständen erscheinen neue Lieferungen, die aktuellste Lieferung Nr. 88 wurde im August 2024 gedruckt. Seit 2013 erscheint das Badische Wörterbuch im de Gruyter Verlag.
Die Wortartikel entstehen auf Basis der ca. zwei Millionen größtenteils handschriftlich verfassten und alphabetisch geordneten Belegzettel, die Informationen zu dokumentierten Lemmata (Stichwörtern) enthalten. Auf den Zetteln finden sich außerdem Angaben zu den Quellen und den jeweiligen Aussprachevarianten, und konkrete Verwendungen in Form von Beispielsätzen. Das Badische Wörterbuch ist (anders als z. B. das Schweizerische Idiotikon) kein explizit historisches; der Großteil des Belegmaterials stammt aus den Jahren 1894–1986, vereinzelt werden aber auch ältere und jüngere Belege berücksichtigt. Neben Wortartikeln finden sich im Wörterbuch auch Sprachkarten, die die Verteilung von Aussprachevarianten zeigen. Das Badische Wörterbuch verfügt ferner über eine redaktionseigene öffentliche Bibliothek.
Dank der neuen Dialektstrategie der baden-württembergischen Landesregierung hat das Badische Wörterbuch erfreulicherweise zusätzliche Mittel erhalten, sodass das Redaktionsteam im Jahr 2023 um zwei Vollzeitstellen erweitert werden konnte. Die hinzugekommenen wissenschaftlichen Mitarbeiterinnen tragen tatkräftig dazu bei, den Abschluss des Wörterbuchs voranzubringen.
Das Badische Wörterbuch auf den Seiten der Universität Freiburg
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Universität Freiburg – Südwestdeutscher Sprachatlas
Der Südwestdeutsche Sprachatlas (SSA) wurde in den Jahren 1974-2013 am Deutschen Seminar, Abteilung Landeskunde, der Universität Freiburg erarbeitet. Seine Aufgabe war und ist es, die Mundarten im Südwesten Deutschlands zu erfassen und auf Sprachkarten darzustellen. Die Besucher erhalten einen Einblick sowohl in die Datenerhebung und Datenverarbeitung dieses Kleinraumatlasses als auch in die allen interessierten Benutzern zugängliche Datenbank der kürzlich digitalisierten Fragebücher an der Universitätsbibliothek Freiburg. Die Sprachkarten des SSA wurden zusammen mit vielen anderen Sprachatlanten an den Universitäten Mainz/Marburg in das System REDE (regionalsprache.de/SprachGIS) eingebunden. Dadurch erfolgte eine breite Vernetzung der deutschsprachigen Mundartlandschaften bis nach Tirol.
Der Südwestdeutsche Sprachatlas auf den Seiten der Uni Freiburg
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Universität Tübingen – Projekt Dialekt und Du
Dialekt und Du ist ein Schul-Projekt der Arbeitsstelle „Sprache in Südwestdeutschland“ der Universität Tübingen. Ziel ist es, der Diskriminierung aufgrund von Sprache und Dialekt entgegenzuwirken und sprachliche Vielfalt zu stärken. In Kooperation mit dem Zentrum für Schulqualität und Lehrerbildung werden innovative Unterrichtsmaterialien für die Primar- und Sekundarstufe entwickelt:
- Hörbeispiele
- Erklärvideos
- Comics
- ausgearbeitete Verlaufspläne und Arbeitsblätter
Die drei bereits entwickelten Themenpakete werden bis 2028 noch durch weitere Schwerpunkte ergänzt. Das Projekt wird gefördert von der Eva Mayr-Stihl Stiftung.
Das Projekt Dialekt und Du auf den Seiten der Uni Tübingen
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Universität Tübingen – Wanderausstellung „Baden-Württemberg erzählt“
In einem vom Ministerium für den Ländlichen Raum und Verbraucherschutz Baden-Württemberg, von der Universität Tübingen und vom Förderverein Schwäbischer Dialekt finanzierten Projekt haben Prof. Dr. Hubert Klausmann und Dr. Mirjam Nast eine „Wanderausstellung“ konzipiert, die die sprachliche und kulturelle Vielfalt in Baden-Württemberg anhand zahlreicher Tonbeispiele illustriert. Diese Wanderausstellung besteht aus zwei Themenblöcken:
1. Die dialektale Vielfalt in Baden-Württemberg
Hier wird auf verschiedenen Stellwänden die sprachliche Vielfalt des Landes auf der Ebene der Lautungen, der Grammatik und des Wortschatzes anhand von Karten und Tonbeispielen dargestellt. Ebenso werden grundsätzliche Fragen zum Thema Dialekt beantwortet.
2. Der kulturelle Wandel im ländlichen Raum
Der ländliche Raum spielt in Baden-Württemberg nach wie vor eine wesentliche Rolle. Die Ausstellung dokumentiert mit zahlreichen Interviewausschnitten aus dem Arno-Ruoff-Archiv den enormen Wandel im Alltags- und Berufsleben der letzten 100 Jahre.Wanderausstellung „Baden-Württemberg erzählt“ auf den Seiten der Uni Tübingen
Copyright Landtag von Baden-Württemberg -
Universität Marburg – Forschungszentrum Deutscher Sprachatlas
Das Forschungszentrum Deutscher Sprachatlas ist die zentrale Einrichtung für die Erforschung der Dialekte und Regionalsprachen des Deutschen. Es stellt umfassende Forschungsmöglichkeiten zur Verfügung, darunter einmalige Sammlungen, eine Spezialbibliothek sowie moderne Online-Anwendungen zu historischen und aktuellen Sprachdaten. Informieren Sie sich an unserem Stand über aktuelle Forschungsergebnisse und die Arbeit hinter den Kulissen. Testen Sie Ihr regionalsprachliches Wissen in interaktiven Spielen und an unserem Glücksrad. Erfahren Sie mehr über die Vielfalt der deutschen Dialekte.
Forschungszentrum Deutscher Sprachatlas
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Historischer Verein für Mittelbaden e.V.
Der Historische Verein für Mittelbaden wurde am 8. Mai 1910 in Offenburg gegründet. Mit derzeit 26 Mitgliedergruppen und mit 1950 Mitgliedern zählt er zu den größten Geschichtsvereinen Deutschlands. Er pflegt grenzüberschreitende Beziehungen zur Fédération des Sociétés d´Histoire et d´Archéologie d´Alsace (FSHAA) in Straßburg und zum Netzwerk Geschichtsvereine am Oberrhein beim Dreiländermuseum Lörrach.
Der Gesamtverein gibt seit seiner Gründung regelmäßig das Jahrbuch „Die Ortenau“ heraus. Es enthält lesenswerte Aufsätze zu regional- und lokalhistorischen Themen und einen umfangreichen Rezensionsteil. Der kostenlose Bezug ist im Mitgliedsbeitrag inbegriffen.
In mehreren Fach- und Kontaktgruppen treffen sich interessierte Fachleute zu historischen Spezialthemen wie Archäologie, Archiv- und Museumsbetreuung, Bergwesen, Flurnamen und Mundart, Jüdische Geschichte der Ortenau, Dokumentation von Kleindenkmalen und Wandmalerei.
Im Handwerksmuseum in Kehl-Kork steht allen Interessierten die Dr.-Dieter-Kauß-Bibliothek mit über 200 historischen Zeitschriften und mehreren tausend Büchern zur Regional- und Lokalgeschichte zur Verfügung. Die Vereinsbibliothek ist regelmäßig an Samstagen geöffnet.
https://www.historischer-verein-mittelbaden.de
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René Schickele Gesellschaft – Culture et Bilinguisme d’Alsace et de Moselle
Culture et Bilinguisme d’Alsace et de Moselle
René Schickele Gesellschaft
Centre Culturel Alsacien / Elsässiches KulturzentrumZweisprachigkeit
Die deutsch-französische Zweisprachigkeit stellt seit Jahrhunderten die Eigenart und den Reichtum des Elsass und Lothringens dar. In der Standardform oder in den Mundarten bildet die deutsche Sprache die Regionalsprache dieser Gebiete und den notwendigen Schlüssel für den Zugang zu ihrer Geschichte, ihrem kulturellen Erbe, ihren Nachbarn am Oberrhein und zur deutschen Kultur.
Bilinguisme
Le bilinguisme franco-allemand constitue depuis des siècles la caractéristique et la richesse de l’Alsace et de la Moselle. L’allemand, sous ses formes dialectales et standard, représente la langue régionale de l’Alsace et de la Moselle, instrument essentiel d’ouverture à son histoire, son patrimoine culturel, ses voisins du Rhin supérieur et le monde germanique.
Regionale Kultur
Die regionale Kultur ist für uns keine Gegebenheit sondern ein Projekt für die Zukunft, an dem alle Bewohner dieser Region, ungeachtet ihrer Herkunft gemeinsam arbeiten sollen.
Ihre Originalität besteht in Geschichte und Standort, die zur Symbiose der französischen und deutschen Beiträge geführt haben, die sich in ihren Sprachen, Traditionen, Mentalitäten, Kulturlandschaften und Denkmälern wie in den gesellschaftlichen Organisationsformen ausdrücken.
Culture régionale
La culture régionale est ce qui permet à la société régionale de l’Alsace et de la Moselle de s’approprier son histoire et sa langue, de renforcer le sentiment de communauté, de construire un projet commun pour l’avenir et ouvert sur le monde. Son originalité réside dans son histoire et sa géographie qui ont conduit à une symbiose des apports français et allemand, lesquels s’expriment dans ses langues, ses paysages et monuments, ses traditions, ses mentalités et son organisation sociale.
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Pfälzische Mundart-Stiftung
Mundart ist Heimat. Mundart hat Zukunft. Und dennoch ziehen sich Kommunen aufgrund knapper Kassen zunehmend aus der Finanzierung von mundartlichen Kulturveranstaltungen zurück. Um hier einen Ausgleich zu schaffen, haben Ute Zimmermann (Schifferstadt) und “Hiwwe wie Driwwe”-Herausgeber Dr. Michael Werner (Ober-Olm) Anfang 2025 die „Pfälzische Mundart-Stiftung“ gegründet.
Die Stiftung will den großen kulturellen Schatz des Pfälzischen festigen und verweist dabei besonders auf die Kreativität und die Originalität der Mundart. Sie betont, dass sich die Dialekte gegenüber der Standardsprache zwar in Aussprache und Wortschatz unterscheiden, nicht jedoch in ihrer Wertigkeit. Der Schutz, die Pflege und das Ansehen der pfälzischen Mundarten und der Sprechenden liegen der Pfälzischen Mundart-Stiftung besonders am Herzen. Daher ist ein weiterer Stiftungszweck auch die Imagepflege. Hierzu gehört als Fernziel, die Aufnahme in das rheinland-pfälzische und dann in das bundesweite Verzeichnis zur Internationalen UNESCO-Liste „Immaterielles Kulturerbe“ zu erreichen. Ebenso möchte die Stiftung darauf hinwirken, dass in Politik und Medien Strukturen errichtet werden, die der Mundart dauerhaften Schutz und Akzeptanz gewähren.
Die neue Stiftung fühlt sich dem „Bockenheimer Manifest für Vielfalt und Toleranz“ des Förderkreises Mundart Bockenheim e.V. aus dem Jahr 2024 verpflichtet, dessen Zustandekommen die Stiftungsgründerin und der Stiftungsgründer als Mitglieder des Vereins mit initiiert hatten. Rund 180 Kulturschaffende aus der Pfalz und angrenzenden Regionen hatten sich hinter dem Text, der sich für den Erhalt einer offenen und multikulturellen Gesellschaft einsetzt, versammelt.
Die Pfälzische Mundart-Stiftung auf den Seiten von Hiwwe wie Driwwe
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Sprochrenner
Rennen für die regionale Kultur und Sprache des Elsass
Ein kulturelles, festliches und volkstümliches Erlebnis
Der Sprochrenner ist ein grenzüberschreitender Stafettenlauf, der allen offensteht, mit dem Ziel, die grenzüberschreitende kulturelle und und sprachliche Zusammengehörigkeit bei der grösstmöglichen Anzahl Menschen zu wecken und zu fördern, ohne jeden politischen Beiklang.
Die Stafette ist gratis, frei und offen für alle. Man kann als Familie rennen, unter Freunden und Kolleg/innen, zu Fuss oder mit einem Rollbrett, auf dem Trottinett oder dem Velo. Man kann anhalten, wo man will und die lokalen Initiativen und Festlichkeiten geniessen, die für diesen Anlass von den Gemeinden rund um die Zielsetzungen der Stafette organisiert werden, je nach Ort und Stunde von deren Durchgang.
Der Ertrag des Verkaufs der Kilometer dient zur Finanzierung ausgewählter Projekte, welche die vollständige sprachliche Immersion auf Deutsch und im Dialekt in den Primarschulklassen unterstützen sowie der Finanzierung von Fonds zur Förderung von Initiativen, die an der Entwicklung der Regionalsprache des Elsass in ihrem oberrheinischen Umfeld mitwirken.
Courir pour la culture et la langue régionale d’Alsace
Un évènement culturel, festif et populaire
Le Sprochrenner est une course de relais transfrontalière ouverte à tous, dont le but est d’éveiller et de promouvoir le partage d’appartenances culturelles et linguistiques transfrontalières communes auprès du plus grand nombre, en dehors de toute connotation politique.
La course est gratuite, libre et ouverte à tous. On peut y courir en famille, entre amis ou collègues, suivre la course à pied ou en rollers, en trottinette ou à vélo. On peut s’arrêter où l’on veut et profiter des initiatives et festivités locales organisées pour cette occasion dans les communes autour des objectifs de la course, selon le lieu et l’heure du passage de la course.
La recette de la vente des kilomètres est destinée à financer des projets sélectionnés, favorisant l’immersion linguistique complète en allemand standard et en dialecte dans les classes du premier degré, ainsi qu’à collecter des fonds pour soutenir des initiatives participant au développement de la langue régionale d’Alsace, dans son environnement rhénan.
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mundARTradio
Das Wichtigste zuerst – das Projekt mundARTradio ist nicht kommerziell! Wir möchten mit diesem Angebot unseren Teil zur Erhaltung und Förderung der schwäbischen Sprache beitragen.
Alles, was Sie bei mundARTradio hören wird in schwäbischer Sprache gesendet – das ist sicher einzigartig.
mundARTradio ist seit 11/2015 auf Sendung und soll auch ein Angebot zum Mitmachen sein. Sind Sie also Künstler und wollen Ihre schwäbische Musik, Ihre schwäbischen Kabarettstücke, oder auch andere Wort-Beiträge mit einbringen, sind Sie gerne eingeladen beim Projekt mundARTradio mitzumachen! Einzige Voraussetzung ist, dass Ihr Beitrag in schwäbisch gehalten ist.
Das aktuelle Programm umfasst mehr als 8.500 schwäbische Beiträge und Titel in über 150 verschiedenen Programmen – das Künstlerverzeichnis 220 schwäbische Einzelkünstler und Gruppen.
Vielen Dank auch bereits an dieser Stelle an laut.fm, der den Sender durch seinen Streamingdienst unterstützt und – gegen ein paar kurze Werbeeinblendungen – die GEMA und die GVL-Gebühren übernimmt.
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AutorenNetzwerk Ortenau/Elsass®
Das „AutorenNetzwerk Ortenau/Elsass®“
ist eine literarisch-musikalische Interessengemeinschaft von künstlerisch schreibenden Kreativen aus der Ortenau und dem Elsass.
Es wurde im November 2013 unter der Leitung der Oberkircher Autorin, Kunsthistorikerin und Verlegerin Dr. Karin Jäckel gegründet und wird seitdem ehrenamtlich im Stil einer Künstleragentur von ihr organisiert.
Der „lesende Rabe“ ist das Logo des „AutorenNetzwerk Ortenau/Elsass®“.
https://www.autorennetzwerk-ortenau.de
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Walter Spira
VORSICHT! ICH SINGE AUF ALLES, WAS SICH BEWEGT!
musikalisches Kabarett „enn schwäbisch ond deitsch“Humorvoll pointiertes musikalisches Kabarett mit kurzweiligen Songs und ironisch zubeißender Moderation –
alles in allem… mal witzig melancholisch, mal einfühlsam und nachdenklich
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Verlag Regionalkultur
Als Verlag widmen wir uns Publikationen zu folgenden Themenbereichen:
- Geschichtswissenschaftliche Publikationen und Reihen
- Unternehmens- und Wirtschaftsgeschichte
- Geschichte und Kultur des deutschen Südwestens,
der Schweiz und des Elsass - Naturkunde
- Reise- und Wanderführer
- Belletristik
Seit über 25 Jahren verwirklichen wir mit zahlreichen Autoren, Archiven, Bibliotheken und Universitäten fachwissenschaftlich fundierte Publikationen. Auch stehen wir für gut recherchierte Firmengeschichten, die wir bereits für manch namhafte Unternehmen und Institutionen veröffentlichten.Unsere zahlreichen Bücher und Bildbände nehmen dabei nicht nur die größeren Städte wie Karlsruhe, Mannheim, Heidelberg, Pforzheim oder Bruchsal in den Blick. Sie erzählen auch von der bewegten Lokalgeschichte kleinerer Gemeinden und nehmen dabei unterschiedliche Themen wie Heimatgeschichte, Judaica oder auch Kirchengeschichte auf.
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Drey-Verlag
Der Drey-Verlag ist ein Verlag aus der Regio für die Regio und wurde 1995 gegründet. Verlagsort die Schwarzwaldgemeinde Gutach (Schwarzwaldbahn) im mittleren Schwarzwald. Diese Verbundenheit mit der Region spiegelt sich im Verlagssignet, das zwei Drittel eines Maßwerks über dem Namen trägt, angelehnt an die drei Münster in Konstanz, Basel und Freiburg. Darüber hinaus verweist der Name auch auf Markus Manfred Jung, Franz Handschuh und Wendelinus Wurth, die den Verlag gründeten. Sie fühlen sich vor allem der regionalen Literatur, der Lyrik und der Mundart verpflichtet, was die Jury des baden-württembergischen Preises für literarisch ambitionierte kleinere Verlage bei der Vergabe des Preises 2006 an den Drey-Verlag besonders herausstellte.
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Edition Tintenfaß
Die Edition Tintenfaß macht sprachliche Diversität sichtbar!
Wir sind ein kleiner, feiner, unabhängiger Verlag mit Sitz in Neckarsteinach, Hessen. Die Verlagstätigkeit unseres Familienunternehmens begann im November 2001. Seitdem teilen wir unsere Leidenschaft für Sprachen und Kulturen mit Leserinnen und Lesern weltweit. Wir feiern mit jedem neuen Buch die sprachliche Vielfalt unserer Welt und setzen uns für die Anerkennung, Stärkung und den Erhalt von Minderheiten-, bedrohten und indigenen Sprachen ein.
Unser Programm beinhaltet über 480 Titel in mehr als 210 Fremd-, Regional-, Minderheiten- und historischen Sprachen und (nicht nur deutschen) Dialekten. Mit unseren ein-, zwei- und mehrsprachigen Büchern können unsere Leser neue Sprachen und Dialekte lernen, ihre Kenntnisse auffrischen und sich z.B. erinnern, „wie die Großmudder als gebabbelt hat.“ Es sind Sprachen aller Kontinente vertreten. So finden sich neben Büchern in Mundart Titel in Sprachen des globalen Südens. In einigen Fällen stellen sie die allererste Verschriftlichung einer Sprache dar, in anderen die evtl. letzte Chance, ein aussterbendes Idiom zu dokumentieren.
Bei unserer Titelauswahl setzen wir auf bildstarke Klassiker mit großem Wiedererkennungspotential und Themen wie Anderssein, Toleranz und Freundschaft. Große Freude machen auch ausgefallenere Editionen (Hieroglyphen, Morse, Binärsprache, afro-bolivianischer Kleiner Prinz). Titel aus Belletristik, Lyrik, Regionalia, Religion und linguistische Fachliteratur runden unser genreübergreifendes Profil ab.